Nächster Vortrag unserer Vortragsreihe „Mensch und Schöpfung“:

 

Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele (Zoologie, Museum König Bonn)

Das Insektensterben: Symptom für den Verfall unserer Ökosysteme?

Im Herbst 2017 erschien eine wissenschaftliche Studie von Hallmann, Sorg u.a., die nachwies, dass in deutschen Naturschutzgebieten im Verlauf von fast 30 Jahren ca. 75-80% der Insekten verschwunden sind. Ursachen für diese Verluste konnten die Autoren nicht untersuchen. Die Nachricht ging um die ganze Welt und die Publikation gehört zu den am meisten zitierten wissenschaftlichen Studien der letzten 12 Monate. Für Fachleute ist die Meldung nicht überraschend: Insbesondere der Rückgang der Schmetterlinge wird schon seit mindestens 20 Jahren beobachtet. Insekten sind ein wichtiges Element im Getriebe der Ökosysteme, ihr Rückgang beeinflusst sehr viele Tiere und Pflanzen. Die Ursachen des Insektensterbens verändern unsere Lebensräume, nicht nur in Mitteleuropa. An diesem Abend wird erläutert, welche Ursachen im Verdacht stehen, welche Mitschuld wir Bürgerinnen und Bürger haben, wo Forschungslücken bestehen, und was die Forschung tun könnte.

 

Mi. 23. Januar 2019, 18:00 Uhr, Katholische Akademie Freiburg (Forum III)

 

Willkommen bei der Musella-Stiftung!

„Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unsere Brüder“.

Franz von Assisi

Unser Leitbild

Austausch zwischen Theologie und Ökologie ist dringend notwendig, wenn die Kirche ihren Auftrag des Schutzes aller Geschöpfe wahrnehmen will. Anliegen der Stiftung ist es, hier zu informieren und eine Plattform zum Austausch zu bieten.

Die Stiftung hat sich der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Grundlage sind die Ehrfurcht und der Respekt vor allem Leben.

Der Mensch muss Verantwortung für die Natur und seine Mitgeschöpfe übernehmen und darf diese nicht nur ausbeuten. Wir sehen daher unseren Handlungsauftrag vornehmlich in den Bereichen, wo Tieren besonders viel Leid angetan wird.

Dazu gehört heute insbesondere die Massentierhaltung in ihren verschiedenen Ausprägungen. Wir setzen uns daher ein für eine bewusste, vorwiegend vegane oder zumindest vegetarische Ernährung.

Darüber hinaus wollen wir einen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten in Europa leisten.

Neben ihrem ökologischen Anliegen verfolgt die Stiftung auch ein soziales Anliegen. Zu ihrem Aufgabenbereich zählt deshalb auch die Bildung und Unterstützung von jungen Menschen. Ethische Ansprüche und Moral sind nur dann durchsetzbar, wenn die sozialen Verhältnisse stabil sind.